Blutdruckmessung
Blutfettmessung
Blutzuckermessung
Blutzuckerlangzeitwert
BIA-Messung
Osteoporose-Risiko HbA1c-Bestimmung
Der HbA1c-Wert ist der entscheidende Messwert, mit dem die durchschnittliche Diabeteseinstellung beurteilt werden kann. Mit HbA1c wird der Teil des Hämoglobins (Hb), des Farbstoffes in den roten Blutkörperchen, bezeichnet, der sich dauerhaft mit Traubenzucker verbunden hat. Dieses sogenannte Zuckerhämoglobin stellt gewissermaßen ein Blutzuckergedächtnis dar, das Auskunft über die durchschnittliche Diabeteseinstellung der letzten sechs bis acht Wochen vor der Untersuchung gibt. Je länger und je öfter der Blutzucker in diesen Wochen erhöht war, um so mehr Hämoglobin konnte sich mit Traubenzucker verbinden. Sie sollten Ihren HbA1c-Wert regelmäßig, etwa vierteljährlich, untersuchen lassen.
Normbereich:
| ca. 5 % |
|
| unter 6,5 % |
gut |
| |
über 7,5 % |
verbesserungsbedürftig |
| ca. 6 % |
|
| unter 8,0 % |
gut |
| |
über 9,0 % |
verbesserungsbedürftig |
|
4,2
|
70
|
4
|
5
|
|
4,7
|
80
|
4,5
|
5,5
|
|
5
|
90
|
5
|
6
|
|
5,3
|
100
|
5,5
|
6,5
|
|
5,7
|
110
|
6
|
7
|
|
6,1
|
120
|
6,5
|
7,4
|
|
6,5
|
130
|
7
|
7,8
|
|
7
|
140
|
8
|
8
|
|
7,5
|
160
|
9
|
8,6
|
|
8,1
|
180
|
10
|
9,5
|
|
8,6
|
200
|
11
|
10,3
|
|
9,3
|
220
|
12
|
10,8
|
|
9,8
|
240
|
13
|
11,5
|
|
10,4
|
260
|
14
|
12,4
|
|
10,8
|
280
|
15
|
13
|

Der HbA 1-Wert erfasst die verzuckerten Hämoglobinmoleküle in Ihrer Gesamtheit (inklusive Zwischenprodukten des Zuckerstoffwechsels), der HbA 1c das mit reiner Glukose verbundene Hämoglobin. Das Verhältnis zwischen den Fraktionen ist relativ konstant: HbA 1c liegt etwa 25 % unter dem Gesamt-HbA 1. Daher ist es für die Praxis ohne größere Bedeutung, ob HbA 1 oder HbA 1c bestimmt wird.
Im Rahmen des "Verzuckerungsprozesses" (Glykosilierung) kommt es zunächst zu einer reversiblen (rückgängig zu machenden) Anlagerung von Zuckermolekülen an die Eiweißstrukturen des Hämoglobins. Erst nach etwa 6 - 8 Stunden wird die Bindung dauerhaft. Kurzzeitige Blutzuckerspitzen sind somit ohne größere Bedeutung für die Glykosilierung. Unterzuckerungen nivellieren höhere Werte der vorhergehenden Stunden.
Das glykosilierte Hämoglobin ergibt somit streng genommen keinen Blutzuckermittelwert der zurückliegendenden Zeit, sondern einen Anhalt für die Blutzuckerhöhe bzw. die Dauer einer Überhöhung.
Entsprechend der Lebensdauer der roten Blutkörperchen erfasst das glykosilierte Hämoglobin die zurückliegenden 6 - 8 Wochen. Die Diabetes-Einstellung ist durch Kombination des HbA 1c-Wertes mit der Blutzuckerbestimmung (Blutzuckerprofil über längeren Zeitraum) am besten zu beurteilen.
Folgende Schlüsse können aus den Werten gezogen werden:
Ist das HbA1c um ein Prozent erhöht, lag der Blutzuckerwert in den vorangehenden Monaten durchschnittlich 30 mg/dl (1,665 mmol/l) über dem Normbereich. HbA1c-Werte, die mehr als drei Prozent über dem Normbereich liegen, entsprechen einem mittlerem Blutzuckerspiegel von über 200 mg/dl (11,2 mmol/l). Es bestehen keine Unterschiede der HbA1c-Werte im Hinblick auf Diabetes-Typ oder Behandlungsstrategie. Beim Diabetiker sollten therapeutisch auf jeden Fall HbA1c-Werte des Gesunden ("Normalisierung") angestrebt werden.
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