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Osteoporose-Risiko

Osteoporose

Risiken erkennen. Knochenschwund vorbeugen.
Bestimmung der Knochenqualität durch Ultraschallmessung
Osteoporose ist eine Erkrankung, die sich häufig erst in einem späten Stadium bemerkbar macht. Um Risiken frühzeitig zu erkennen, bieten wir Ihnen die Überprüfung Ihrer Knochenqualität durch Ultraschallmessung an. Die Messung erfolgt an der Ferse und kann schnell und einfach durchgeführt werden. Es gibt keine Strahlenbelastung. Es wird die qualitative Abschwächung des Ultraschallsignals durch den Knochenerfasst. Je dichter die Struktur Ihrer Knochen, desto schwächer das Signal. Der gemessene Wert wird dann sowohl mit den Referenzwerten von einem jungen, gesunden Erwachsenen und von einem gleichaltrigen gesunden Erwachsenen verglichen. Hierdurch kann die Stabilität Ihrer Knochen eingeschätzt werden.
Sollte sich ein Hinweis auf die Gefahr des Auftretens von Osteoporose ergeben, empfehlen wir die diagnostische Abklärung durch Ihren Arzt. Er wird entscheiden, welche Untersuchungen zur Diagnosestellung erforderlich sind. Die Abklärung eines Osteoporoserisikos vor dem Auftreten von osteoporosebedingten Knochenbrüchen ist leider keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

Osteoporose - was steckt dahinter?

Von Osteoporose oder Knochenabbau sind in Europa etwa 8% der Bevölkerung betroffen, allein in Deutschland sind das ca. 8 Millionen Menschen. Vor allem Frauen leiden aufgrund bestimmter genetischer Gegebenheiten an Knochenabbau.
In früheren Zeiten hat man den fortschreitenden Knochenabbau und den damit verbundenen "Altersbuckel" als naturgegeben hingenommen.
Heute weiß man, dass man eine Menge tun kann, um dem schleichenden Abbauprozess vorzubeugen bzw. ihn zu bremsen durch:
  • >knochenfreundliche Ernährung
  • regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
  • medikamentöse Unterstützung
Je früher das Osteoporose-Risiko erkannt ist, umso erfolgreicher kann der Knochenabbau gebremst werden. Sprechen Sie also umgehend mit Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie denken, Sie gehören zu den Betroffenen.

Wussten Sie, dass im Knochen ständig auf- und abgebaut wird?

Erstaunlich, aber wahr. Knochen sind keine starre leblose Substanz, sondern bestehen aus lebendem Gewebe, in dem ein ständiger Auf- und Abbau stattfindet. Während bei jungen Menschen mehr Knochengewebe auf- als abgebaut wird, überwiegt ab Mitte dreißig der Abbauprozess. Das ist zunächst ein ganz normaler Altersvorgang, der bei gesunder Lebens- und Ernährungsweise noch keine akute Gefahr für die Knochenstabilität bedeuten muss. Je mehr Knochenmasse in der Jugend aufgebaut wurde, je besser diese durch knochenfreundliche Ernährung und Lebensweise erhalten wird, desto besser ist man vor dem Knochenschwund geschützt.
Bei Osteoporose werden die Knochen durch einen beschleunigten Verlust an Knochenmasse geschwächt. Die äußere Form des Knochens erscheint zunächst noch unverändert. Aber das Netzwerk der feinen Knochenbälkchen im Innern, das für die Stabilität und Elastizität sorgt, wird allmählich dünner und poröser. Der Knochen verliert nach und nach an Festigkeit.
Osteoporose macht sich vor allem an den langen Röhrenknochen, z. B. OberschenkelhaIsknochen, und an den Wirbelkörpern bemerkbar. Im frühen Stadium des Knochenschwunds können unklare Schmerzen im Wirbelsäulenbereich und ein Verlust an Körpergröße auf die osteoporotischen Veränderungen hinweisen.

Abb.Der gesunde Oberschenkelknochen aus der Hüftregion (links) weist die normale Bälkchenstruktur des Schwammknochens (Spongiosa, 1) und eine gesunde Knochenrinde (Kortikalis, 2) auf. Beim osteoporotischen Knochen (rechts ist der Schwund der Spongiosa (3) zu erkennen. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Verdünnung der Kortikalis (4) kommen. Die Gefahr eines Oberschenkelhalsbruches nimmt drastisch zu.

Wie können Sie die Knochen stärken und den Abbau bremsen?

In diesem Zusammenhang spielt die ausreichende Versorgung mit bestimmten Mineralstoffen und Vitaminen eine wichtige Rolle, allen voran Calcium und Vitamin D.
Calcium ist das Baumaterial, das den Knochen festigt. Doch das Mineral hat weitere lebenswichtige Funktionen, z. B. bei der Erregungsleitung in Nerven- und Muskelfasern, ohne die keine Herztätigkeit möglich wäre, bei der Immunabwehr sowie bei der Blutgerinnung. Wird nicht genug Calcium mit der Nahrung aufgenommen, sinkt der Calciumspiegel im Blut und der Organismus greift auf das Calcium-depot in den Knochen zurück. Falls dies über längere Zeit geschieht, ohne dass eine ausreichende Calciumversorgung stattfindet, entsteht in den Knochen allmählich ein Defizit, das schließlich zulasten der Knochenfestigkeit geht.

Wissen Sie Bescheid über Ihren möglichen Calciumbedarf?

Die folgende Übersicht zeigt den von der Weltgesundheitsorganisation und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen Tagesbedarf an Calcium:

Kleinkinder 600 mg
Jugendliche1000 mg
Erwachsene1000 mg
Senioren1500 mg
Schwangere1500 mg
Stillende Mütter2000 mg
Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Körper in bestimmten Lebensphasen besonders viel Calcium braucht. In der Wachstumsphase wird Calcium für den Aufbau gesunder, starker Knochen benötigt. Schwangere und stillende Mütter geben viel Calcium an den kindlichen Organismus ab. Senioren brauchen eine ausreichende Calciumzufuhr, weil einerseits die Aufnahme aus der Nahrung reduziert ist und andererseits ein altersbedingt erhöhter Bedarf besteht.

Weshalb trifft Osteoporose Frauen häufiger?

Bei Frauen tritt die Osteoporose viermal so häufig wie bei Männern auf. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen: Von Natur aus haben Frauen eine vergleichsweise dünnere und weniger dichte Knochen-struktur. Hinzu kommt, dass Frauen in der Schwangerschaft und während sie das Kind stillen einen erhöhten Calciumbedarf haben, der aber nicht selten vernachlässigt wird. Das fehlende Calcium wird aus den Knochen abgezogen. Einseitige Schlankheitsdiäten gehen ebenfalls oft zulasten der Knochen, weil eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffergänzung versäumt wird. Ferner lässt sich ein beschleunig-ter Knochenabbau im Zusammenhang mit den Wechseljahren feststellen. Verantwortlich dafür ist die nachlassende Östrogenproduktion. Östrogenmangel fördert den Knochenabbau und führt zur erschwerten Calciumaufnahme aus der Nahrung. Daher verordnen viele Ärzte östrogenhaltige Präparate. Darüber darf allerdings die ausreichende Calciumzufuhr keinesfalls vernachlässigt werden.

Wie ernähren Sie sich möglichst knochenfreundlich?

Eine gute Calciumzufuhr aus geeigneten Lebensmitteln ist die Grundvoraussetzung, um die Knochenstabilität und -gesundheit zu sichern. Setzen Sie calciumreiche Lebensmittel auf Ihren Speiseplan:
  • Milch und Milchprodukte Gemüse, z. B. Grünkohl, Brokkoli, Lauch
  • Obst, z. B. Orangen, Ananas, Kiwis, Beeren
  • Sesamsamen und Nüsse
  • frische Kräuter
  • calciumhaltiges Mineralwasser
Berücksichtigen Sie bei der Ernährung aber auch, dass die Calciumaufnahme aus dem Darm mit dem Alter sinkt. Erwachsene können nur noch ein Drittel des Calciums aus der Nahrung aufnehmen. Bei Frauen in den Wechseljahren sind es sogar nur noch 20-25 %. Wer also sicher sein will, dass die Knochen genügend Calcium bekommen, sollte unbedingt an eine gezielte Nahrungsergänzung denken.
Für die Calciumaufnahme aus dem Darm wird zusätzlich Vitamin D benötigt. Das Mineral und das Vitamin arbeiten sozusagen im Team. Wie wichtig Vitamin D im Zusammenhang mit dem Knochenstoffwechsel ist, lässt sich schon daran ablesen, dass Vitamin-D-Mangel um die Jahrhundertwende häufig zu Störungen des Knochenwachstums und zu Rachitis führte. Vitamin D entsteht unter Sonneneinstrahlung in der Haut. Bewegung an der frischen Luft ist daher nicht nur für Herz und Kreislauf, sondern auch für die Knochen wichtig.
Achten Sie bei der Ernährung auf Vitamin-D-Lieferanten:
  • Milch und Milchprodukte
  • Seefisch
  • Lebertran
  • Eigelb
Schon ein geringer Vitamin-D-Mangelwirkt sich negativ auf die Calciumversorgung aus. Je weniger Gelegenheit besteht, Vitamin D durch Sonne zu aktivieren, desto wichtiger ist die gezielte Vitamin-D-Ergänzung, am sinnvollsten gleich kombiniert mit Calcium.

Kennen Sie die knochenfeindlichen Calciumkiller?

Während Vitamin D die Calciumaufnahme fördert, wirken sich phosphatreiche Lebensmittel als regelrechte Calcium-Killer aus. Deshalb sollten Sie Fleisch- und Wurstwaren sowie Getreideprodukte und Hülsenfrüchte nur in Maßen genießen.
Ganz meiden oder zumindest stark reduzieren ist bei den folgenden Lebensmitteln und Getränken ratsam:
  • Cola
  • Limonade
  • Konserven>
  • Schmelzkäse
  • Brühwürfel
Ein Hindernis für die Calciumversorgung sind darüber hinaus auch manche Medikamentengruppen. In diesen Fällen ist neben ausgewogener Nahrung möglichst für eine zusätzliche Calciumverabreichung zu sorgen.

Bewegung hält Ihre Knochen in Schwung!

Kurz, häufig und intensiv - so lautet der fachmännische Rat im Kampf gegen den Abbau der Knochen-masse. Denn: Bewegung stimuliert über einen Reiz, der von der Muskulatur ausgeht und auf die Knochen übertragen wird, die Bildung neuer Knochensubstanz. Fehlt dieser Reiz, so wird dem Knochenschwund Vorschub geleistet. Ein Beispiel: Bei jungen Astronauten werden in der Schwere-losigkeit bereits nach etwa 3 Monaten 25 - 30 Prozent ihrer gesamten Knochenmasse abgebaut. Ähnlich ergeht es bettlägerigen Patienten. Besonders geeignet, um Knochenmasse zuzulegen sind dynamische Sportarten wie Sprinten oder Tanzen. Dennoch garantiert nur regelmäßige Bewegung dauerhaft positive Effekte auf die Knochengesundheit. Gerade auch ältere und / oder bereits erkrankte Menschen profitieren von individuell angepassten Bewegungsprogrammen.
Generell gilt, dass Sie immer:
gerade sitzen, wenn möglich
sich beim Hinsetzen mit den Händen
auf den Knien abstützen
beim Heben von Lasten in die Hocke gehen


Weiterhin gibt es eine Reihe von Faktoren, die sich ebenfalls negativ auf den Calciumhaushalt auswirken und damit an der Knochensubstanz zehren:
  • Rauchen
  • regelmäßiger Alkoholkonsum  und
  • Dauerstress.
Ihre Gesundheit sollte es Ihnen wert sein, diese Risikofaktoren abzubauen.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Osteoporose?

Natürlich kann unser kleiner Ratgeber die Probleme und Therapiemöglichkeiten nicht erschöpfend behandeln. Treten Sie mit uns in Verbindung (telefonisch oder per Kontaktformular), wenn Sie Fragen haben, Ihre Apotheke im GLOBUS steht Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
Weitere Informationen zum Thema Osteoporose erhalten Sie auch hier.
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